Das Agora Glossar

 

Alle Themen rund um den Arbeitsschutz, die Höhensicherheit und Digitalisierung von A – Z

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A

Absturzsicherung

Unter Absturzsicherung versteht man Praktiken und Vorrichtungen, die dazu dienen, einen Absturz beim Aufenthalt oder bei Tätigkeiten in Bereichen zu vermeiden, in denen ein Absturz auf Grund der möglichen Sturzhöhe zu Verletzungen führen kann.

Absturzkante

In der ASR A2.1 heißt es übereinstimmend: “Arbeitsplätze und Verkehrswege, bei denen der Abstand mehr als 2,0 m zu Absturzkante beträgt, liegen außerhalb des Gefahrenbereichs Absturz.”

Näher als 2 Meter an der Absturzkante darf nur arbeiten, wer sich entsprechend gegen Absturz sichert.

B

Betriebssicherheitsverordnung

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist die deutsche Umsetzung der Arbeitsmittelrichtlinie 89/655/EWG[1], später ersetzt durch Richtlinie 2009/104/EG[2], und regelt in Deutschland die Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch den Arbeitgeber, die Benutzung von Arbeitsmitteln durch die Beschäftigten bei der Arbeit sowie den Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen im Sinne des Arbeitsschutzes. Das in ihr enthaltene Schutzkonzept ist auf alle von Arbeitsmitteln ausgehenden Gefährdungen anwendbar.

D

DGUV Grundsatz

2014 hat die DGUV ( Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Vorschriften für Verfahrungsfragen zusammengefasst. Diese Vorschriften sind für Mitglieder der Berufsgenossenschaften verbindlich.

E

Enger Raum

Laut BGR/GUV-R 117-1 stellen enge Räume Bereiche dar, die durch ihre räumliche Enge und/oder durch die darin befindlichen gefährlichen Stoffe eine Gefahr für den Arbeitnehmer darstellen.

F

Flachdachsicherung

Die Flachdachsicherung ist ein Oberbegriff für sämtliche Maßnahmen zum Schutz vor Abstürzen von einem Flachdach. Neben individuellen Schutzmaßnahmen für jeden einzelnen Arbeitnehmer gibt es auch kollektive Schutzmaßnahmen wie z.B. Gerüste oder Schutzgeländer.

G

Gefährdungsbeurteilung

Bei der Gefährdungsbeurteilung werden potenzielle Gefährdungen, denen die Arbeitnehmer ausgesetzt sind, über systematische Prozesse ermittelt und später beurteilt. Diese Beurteilung bildet die Grundlage für spätere Schutzmaßnahmen.

Grillon

Ein Grillon ist ein Verbindungsmittel zur Arbeitsplatzpositionierung. Durch einfaches Einstellen der Länge der Halteseile, wird eine komfortable und optimale Arbeitsposition ermöglicht.

Gesundheitsschutz

Neben der Arbeitssicherheit gehört der Gesundheitsschutz zu den Unternehmenspflichten des Arbeitsschutzgesetzes. Untersucht werden dabei die langfristigen gesundheitlichen Folgen der Arbeitnehmer aufgrund der ausführenden Tätigkeit.

H

Höhensicherung

Zur Höhensicherheit werden Geräte verwendet, um einen Sturz abzufangen. Solche Höhensicherungsgeräte dienen als Verbindungsmittel, welche bei einem Sturz wie eine Bremse wirken und somit wird der freie Fall abgefangen.

Hängetrauma

Ein Hängetrauma kann bei Personen auftreten, die nach einem Sturz für längere Zeit hilflos in ihrem Auffanggurt hängen. Aufgrund der aufrechten Körperhaltung “versackt” das Blut in die nach unten hängenden Körperteile.

K

Kollektivschutz

Der Kollektivschutz sichert im Gegensatz zum Individualschutz, nicht jeden einzeln durch passende Schutzkleidung ab, sondern es werden Maßnahmen getroffen, wie z.B. Absperrungen, Schutzgeländer oder Randsicherungen.

L

Ladungssicherung

Gemäß § 11 Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe l GüKG hat das Bundesamt die Aufgabe, das die Rechtsvorschriften über Ladungssicherungen eingehalten werden. Gesichert werden müssen Ladungen im Straßen-, Eisenbahn-, Luft- und Schiffsverkehr.

Leitersicherung

Damit die Leitern beim Arbeiten nicht wackeln oder sogar umfallen, ist es wichtige diese zu sichern. Dies kann entweder über zusätzliche Elemente erfolgen oder es werden feste Vorrichtungen am Gebäude installiert, um die Leiter dort einhängen zu können.

P

Pendelsturz

Ein Pendelsturz liegt vor, wenn Personen nach einem Absturz am Halteseil hin und her schwingen. Infolgedessen können folgenschwere Verletzungen auftreten. Ursache eines solchen Sturzes ist, wenn die Person sich nicht direkt unter dem Anschlagpunkt befindet.

PSAgA

Dies ist die Abkürzung für Persönliche Schutzausrüstung gegen Abstürze. Darunter zählen Auffanggurte, Höhensicherungsgeräte, Verbindungsmittel uvm.

R

Rettungsplan

Dient der einfachen Vermittlung von Fluchtwegen. Im Brandfall soll es den Menschen möglich gemacht werden selber solch einen Plan zu lesen und daraufhin schnelle Maßnahmen zu ergreifen.

Rundschlingen

Werden auch Schlupf genannt und sind Anschlagmittel, die bis zu 400 Tonnen tragen können.

S

Seilsicherungssystem

Seilsicherungssysteme bestehen aus flexiblen Edelstahlseilen, welche vertikal oder horizontal zwischen mind. zwei Punkten gespannt werden. Vertikale Sicherungssystem werden zum Steigschutz meist neben Leitern montiert.

Schutzausrüstung

Laut PSA sind Schutzausrüstungen Kleidungsstücke, die von Arbeitnehmern getragen werden, um die Sicherheit und Gesundheit jeder einzelnen Person zu gewährleisten.

Sicherheitsbeauftragter

Sie unterstützen Unternehmen dabei, die Unfallverhütung und den Arbeitsschutz ordnungsgemäß durchzuführen. Laut §22 SGB VII sind Unternehmen dazu verpflichtet, genügend Sicherheitsbeauftragte zu bestellen.

T

Trittschlinge

Trittschlingen werden für den Aufstieg an einer Handsteigklemme oder für den Überstieg einer Kante benutzt.

V

Verbindungsmittel

Haben die Aufgabe, absturzgefährdete Personen zu sichern. Erreicht wird dies durch die Verbindung des Auffanggurtes mit einem Anschlagpunkt. Verbindungsmittel mit einer festen Länge dürfen maximal 2 Meter lang sein.

W

Werkzeugsicherung

Laut DGUV gab es 2014 mehr als 26.000 Unfälle durch herabfallende Gegenstände. Deshalb ist es wichtig, sein Werkzeug immer zu sichern um andere und sich selber zu schützen.